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Mehr im Detail:

Mental’ leitet sich aus dem Lateinischen ab (mentare = den Geist betreffend, gedanklich)

Zentrales Thema im Mentaltraining sind die eigenen Gedanken, da unsere Gedanken unsere Gefühle verursachen und in weiterer Folge unsere Handlungen sowie Erfahrungen (im gesamten Leben) prägen. Unser Leben verläuft sozusagen gemäß unseren Gedanken (z.B. Zweifel).

Marc Aurel sagte bereits: " Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen. "

Mentaltraining hält an, dien eigenen Gedanken zu reflektieren und bewusst zu machen. Unsere Einstellungen und der Glaube an uns selbst bestimmen die Qualität der Gedanken. Und diese Gedankenqualität prägt unsere Gefühle, Handlungen und Erfahrungen im Leben.

Vielleicht wird die Tragweite in einem praktischen Beispiel deutlicher. Unsere Vergangenheit hinterlässt Erinnerungen und wir haben möglicherweise Zweifel in einigen Bereichen – z.B. Zweifel, ob wir uns gewisse Dinge zutrauen können. Diese Selbstzweifel, die sich situationsbedingt zu Wort melden, beeinflussen uns wahrscheinlich bei der Entscheidung, etwas zu tun – oder eben nicht zu tun.

Besonders bei Selbstzweifel kann Mentaltraining effizient sein. Es ermöglicht, mit den Gedanken zur Ruhe zu kommen und hemmende Glaubenssätze zu spüren sowie zu entschärfen bzw. neutralisieren. Anstatt der hemmenden Glaubenssätze werden positive definiert und verankert.
Ziel ist die Überlagerung hemmender Glaubenssätze.

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Dabei machen wir uns ein hochinteressantes Phänomen zunutze: unser Gehirn kann zwischen Realität und “realen” Gedanken (z.B. Vorstellungen oder was-wäre-wenn-Denken) nicht unterscheiden.

Da unser Gehirn zwischen Realität und Vorstellung, wie gesagt, nicht unterscheiden kann, erzielen wir auch weitgehende Lerneffekte, wenn wir diese Tätigkeiten “nur” geistig immer wieder durchgehen. Die moderne Gehirnforschung zeigt, dass auch durch ein solch mentales (gedankliches) Training neuronale Verknüpfungen geschaffen bzw. ausgebaut werden.

Mentaltraining bedeutet gedankliches Üben, geistiges Vorwegnehmen optimaler Verhaltensweisen.

Um eine Fertigkeit zu erwerben ist es daher notwendig, diese Tätigkeit immer wieder zu tun, um sie zu üben. Ziel ist es, jene geistigen Fähigkeiten durch Training zu stärken, die es uns ermöglichen, unsere Ziele zu erreichen.

Im Sport bedeutet das zusätzlich, dass das körperliche Training wirkungsvoll  durch geistiges Training ergänzt wird (z.B. Bewegungsabläufe mental zu üben,  aber auch wichtige Fähigkeiten, wie Konzentration, Selbstmotivation, den Umgang mit der eigenen Nervosität oder auch Selbstsicherheit zu trainieren)

Manchmal können wir uns diese Eigenschaften blitzschnell aneignen, innerhalb von Sekunden. Oft allerdings, vor allem wenn es um geistige Fähigkeiten geht, ist regelmäßiges Üben hier erforderlich. D.h. ein Training auf gedanklicher (mentaler) Ebene = Mentaltraining.

 

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